Auf einem meiner ersten Arbeitsgruppenausfluege fuhren wir mit der Schmalspurbahn im Harz — wie ihr, meine lieben Leserinnen und Leser euch sicher denken konntet bei dieser Ueberschrift. Da konnte ich es mir natuerlich nicht nehmen lassen die Toilette dadrin zu fotografieren :)

Harz_Schmalspurbahn 1

Man sieht sogar die Schiene:

Harz_Schmalspurbahn 2

Oder auch nicht, wenn man nicht weisz, dass das die Schiene da im unter dem Loch ist.

Die Studie „Under Surveillance: Examining Facebook’s Spiral of Silence Effects in the Wake of NSA Internet Monitoring“ (PDF) ist eher langweilig. Mal davon abgesehen, dass es wichtig fuer den Diskurs ist, empirisch gezeigt zu haben, dass Ueberwachung auch im Internet dazu fuehrt, Meinungsfreiheit, das Fundament der Demokratie (!), erfolgreich, durch Selbstzensur, zu unterdruecken.

Aber eigentlich geht es mir um diese Heuchler hier:

[…] individuals [that] expressed that surveillance was necessary for maintaining national security and they have nothing to hide

Denn:

[…] the participants in this study who were the most susceptible to conformist behavior were those who supported these controversial surveillance policies.

Es zeigte sich naemlich, dass:

[…] when these individuals perceive they are being monitored, they readily conform their behavior—expressing opinions when they are in the majority, and suppressing them when they’re not.

Oder anders ausgedrueckt:

[…] the “nothing to hide” group seemed to experience some degree of dissonance when their views were in the minority, as they were inclined to “hide” them.

Passt im Uebrigen auch hierzu.

Die Studie „Mapping Gender in the German Research Arena“ (PDF) findet (fuer mich etwas ueberraschend, aber positiv ueberraschend) heraus, dass Frauen an dtsch. Universitaeten in Physik und Astronomie, Erd- und Planeten-, Ingenieur-, Material- und Computerwissenschaften und einer Fachrichtung die ominøs als „Energy“ angegeben wird, mehr publizieren, als Maenner (Bild 3 auf Seite 14 in der verlinkten Datei).

AUSGERECHNET! … das darf jetzt als positiver Ausdruck der Freude angesehen werden, haette ich es doch gerade aus dieser Richtung am Wenigsten erwartet.

Jaja! Ich kønnte das natuerlich auch von der Seite „Selbstausbeutung“ oder „Frauen muessen extra viel beweisen“ oder so diskutieren. Will ich aber nicht. Find ich’s doch gut, zeigt es naemlich, dass es „Berufe fuer Jungs bzw. Maedchen“ einfach mal nicht gibt!

Weil’s so schøn ist deswegen nochmal: Siehste! Geht doch! :)

Und damit wir vor lauter Freude nicht das Ziel aus den Augen verlieren:

Kenvelo

Mhm … mhm … mhm … war das auf dem Rueckweg von hier? … *Metadaten des Bildes check* … Ja, war es.

Subway Gardelegen

Boah, wie die Zeit vergeht.

… møchte ich gern haben:

Uhr

Uff … da war ich oft und ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass ich eine Verbindung zu dieser Toilette habe.

Psykolog Name 2

Nun ist sie aber umgezogen … also die Psychologin, nicht die Toilette … lustigerweise hierhin.

Psykolog Name

Hier erwaehnte ich Joseph Schumpeter schon mal. Aber erst jetzt schaffte ich es mal, mich etwas naeher mit dem von ihm Geschriebenen zu beschaeftigen. Dies auch nicht direkt sondern via „The political economy of Joseph Schumpeter“ (PDF) von John Bellamy Foster.
Alle Zitate sind aus diesem Artikel.

Zunaechst muss ich einleiten mit …

The capitalist class […] requires for its very survival the continual doing of „something altogether different“ in the production process; in other words,  it requires for its life-blood the fulfillment of the entrepreneurial function.

… und dann muss ich nochmal ganz deutlich machen, dass …

[…] the entrepreneur is the key to the leadership of the capitalist class.

… um dann endlich das Erbauliche zitieren zu kønnen:

[…] it [is] not the failure of the entrepreneur but its very success that would gradually lead to the decline of the system.

Wie die Geschichte zeigt ist der Kapitalismus ja sehr erfolgreich, sogar noch erfolgreicher als selbst Marx dachte. Und genau dieser Erfolg wird es sein, der zum Untergang zur Transformation Desselbigen zu etwas Anderem (hoffentlich Besserem) fuehren wird.

Erbaulich, nicht wahr. All der Mist der mit dem Erfolg des Kapitalismus einhergeht, wird ganz zwangslaeufig nicht so bleiben kønnen.

Dann ist ja alles gut … oder? … … … ODER?

Schumpeter schreibt naemlich weiter:

The capitalist process, rationalizes behaviour and ideas.

Und …

[…] the progressive development of rationalization, the levelling of social barriers, democratization, etc., all serve to reduce the importance of leadership in the economy.

Oder anders:

Consequently, […] entrepreneurial activity increasingly falls into the hands of big business and government. The entrepreneur is replaced by the bureaucratic manager.

Und das ist genau das, was passiert! Die weitaus meisten Forschungsgelder bekommt die Industrie! Und ich will nicht ins Detail gehen, wieviel ich mit buerokratischem Scheisz beschaeftigt bin an der Uni. Bspw. sollen Doktoranden schon am Anfang ihrer Arbeit wissen, was genau sie machen werden und in welchem Monat der naechsten Jahre welcher „Meilenstein“ erreicht werden wird. Und alles nur, damit man den Anschein erwecken kann, dass Innovation planbar ist und eine breite Basisfinanzierung der Bildung und Forschung somit einer „Spitzenforschung“ und „Leuchttuermen“ weichen kann.

For Schumpeter, this essentially spells the end of „plausible capitalism.“ The decline of the entrepreneur, the most dynamic segment of the capitalist class, will ultimately result in the death of that class itself: „Economically and sociologically, directly and indirectly, the bourgeoisie therefore depends on the entrepreneur and, as a class, lives and will die with him.“

So … und nun denken wir mal kurz nach, wer eigentlich das Buergertum ist … … … die Mittelklasse … also wir.

Und zum Niedergang der „Mitte der Gesellschaft“ muss ich (und will ich) nichts schreiben. DIESES Thema sollten meinen Leserinnen und Lesern mittlerweile zur Genuege selbst bearbeitet haben.

Wie wir es um uns herum sehen, geht mit dem Zusammenbruch der Mittelklasse allerdings auch jede Menge Mist einher … so viel Mist, dass ich befuerchte, dass wieder Blut die Straszen herunterlaufen kønnte :( … und deswegen weisz ich nicht, ob das von Jospeh Schumpeter Geschriebene erbaulich ist; erschrecken mich doch die Parallelen zur heutigen Gesellschaft eigentlich ein bisschen zu sehr.

Da haben wir Boyhood gesehen :)

Burg Kino Wien

Das ist mal ’ne grosze Ablage fuer den Aktenkoffer. Allerdings frage ich mich, warum jemand mit einem Aktenkoffer ins Kino gehen sollte.

Burg Kino Wien 2

Auch wenn es (leider?) nicht mehr so wichtig ist in meinem Leben, aber mich duenkt, dass ich euch, meinen lieben Leserinnen und Lesern, noch nie meine Ruestung im nicht-angelegten Zustand zeigte.

Das hole ich hiermit nach:

komplette Ruestung

Und nein, das sind keine Feldlinien, auch wenn es so aussieht. Es sei denn, es handelt sich dabei um das Feld einer NICHT konservativen Kraft. Ich habe einige Zeit erfolglos damit verbracht die Quelle zu finden.

In den von mir bereits mehrfach als immer lesenswert angepriesenen Artikeln von Thomas Fischer, werden konsequent immer die maennliche und weibliche weibliche und maennliche Form von bspw. Berufsgruppen ausgeschrieben; „Richterinnen und Richter“ oder „Baecker und Baeckerinnen“. Ungefaehr so wie ich das auch versuche in meinen Artikeln.

Das størt nicht im Geringsten den Lesefluss, aber man zumindest ich habe ein klein wenig anderes Gefuehl, wenn ich solche Saetze lese. Ein gutes Gefuehl :) .

Auch schøn ist, dass dabei das sog. Binnen-I wegfaellt,  und damit auch das kleinbuergerliche sich Lustig machen ueber wichtige Schritte auf dem Weg zur Gleichstellung.

Siehste! Geht doch total leicht :)

Wir (Maenner wie Frauen) muessen uns dessen aber bewusst sein und deswegen:

Kylie