Archive for the ‘Allgemein’ Category

Nun begleitet euch, meine lieben Leserinnen und Leser, mein Weblog schon so lange.

Erst war’s interessant und teilweise amuesant. Damit kann man aber keinen Weblog auf die Dauer fuellen. Entsprechend hatte ich Muehe wenigstens einen Artikel pro Monat zu schreiben. Und des Øfteren gelang es mir nicht.

Dann aber fing ich an hier ganz bewusst meinetwegen und mir zu Liebe zu schreiben. Der Ausgangspunkt dafuer war, dass ich euch meine Kunst zugaenglich machte.

Zu diesem Zeitpunkt geschah aber ganz viel. Ich kam mit wunderbaren, (mir) neuen Ideen in Kontakt und wollte es gern mitteilen. Und so entwickelte sich dies hier ueber die Zeit immer mehr zu einem Logbuch meiner Entdeckungsreise, bezueglich des  Versuchs, des Verstehens der menschlichen Verfassung (auf so herrlich vielen Ebenen).

Trotzdem das hier fuer mich war, aenderte ich ganz bewusst (aber nicht immer) meinen Schreibstil. Dies, damit ihr, meine lieben Leser und Leserinnen, an meiner Begeisterung fuer diese Themen besser und leichter teilhaben kønnt :) .

Im Laufe der Jahre bekam ich dann auch mehr und mehr mit, dass all mein Schreiben (und oft genug Schimpfen) ein paar Tropfen dazu beigetragen haben, dass Menschen ihre Meinungen und Einstellungen bezueglich bestimmter Dinge aenderten. Dies hoffte ich zwar irgendwie, rechnete aber nicht damit.

Und nun denke ich seit geraumer Zeit mehr und mehr daran aufzuhøren.

Ist alles gesagt? Mitnichten! Und selbst wenn, dann gibt es genuegend Dinge, die immer und immer wieder gesagt werden muessen.

Ist meine Reise am Ende? Antropomorphe Gestalt behuete mich davor!

Langweile ich mich? Ja etwas, denn zur Zeit habe ich das Gefuehl, als ob ich nur verschiedene Varianten des bereits Gesagten wiederhole.

Gehen mir die Themen aus? Auf jeden Fall gehen mir die Bilder aus. Beliebte Kategorien kommen bald zu einer Art von Abschluss. Bezueglich der Themen gilt aber vielmehr die Antwort zur vorhergehenden Frage.

Ist es Zeit fuer neue Projekte? Na klar! Ich wuerde sooooo gerne eine Ausstellung meiner Kunst auf die Beine stellen. Auch habe ich ein paar Ideen fuer ganz andere Kunstprojekte. Dank an die „Berliner Gruppe“ fuer die vielen Inspirationen :).

Ist mein Leben anders? Absolut! Dank an euch, die mich auf meinem Weg begleiteten und unterstuetzten wann immer es nøtig war. Ihr wisst wer ihr seid :) .

Werde ich wirklich und wahrhaftig aufhøren? Vermutlich nicht. Es fuehlt sich eher so wie beim Zocken an. Aber ich habe auch mit Freude in den letzten Jahren gemerkt, dass ich mehr Ideen zum und mehr Lust auf’s Schreiben habe, je mehr ich eben dies tue. Ich nehme an, die Umkehrung ist ebenso wahr. Deswegen mag ich nicht sagen, was passieren wird.

Aber mindestens bis hierher war’s meistens echt super schøn :) .

Und wer haette das schon gedacht, damals, vor bald einer Dekade, dass ich so weit komme?

 

1.000.999, 1.000.999.998.997 und 1.000.999.998.997.996.995.994.993 sind uebrigens Primzahlen … tihihi.

diablo-ii-multiplayer

Diablo II zu installieren geht viel einfacher unter Linux. Man brauch da (fast) nur immer „OK“- und „Weiter“-Knøpfe druecken.

Ich hatte aber zwei Probleme. Das Erste war, dass ich nur eine Kopie des Spiels hatte. Das war leicht zu løsen mittels eines ISO-Abbildes der Spiel-CDs. Aber daraus resultierte dann das zweite Problem: Wine (das Programm um windows-Kram unter Linux zu machen) erkennt virtuelle Laufwerke nicht einfach mal so. Eine kurze Suche førderte die Løsung zu Tage und wie man sieht ging danach alles reibungslos vonstatten.

Ach ja, im Vergleich hierzu fehlt das schøne gruene Netzwerkkabel. Nach ein paar Kabel-quer-durch-die-Wohnung Monaten hat es mich zu sehr genervt und ich kam dahinter, dass Knøpfe nicht nur physisch ausgeschaltet sein kønnen, sondern auch softwareseitig. So wird ditt leider nuescht mit Linux ueberall :( .

Jedenfalls kann nun die gemeinsame Reise von Sohn und Vater in Richtung Osten beginnen :) .

So hørte und hørt man es immer wieder insbesondere auch von Hackern.

Tja … nun haben wir den Salat. Was ich so vom „Internet da drauszen“ mitbekomme ist nicht viel, aber ich habe den Eindruck, dass nun alle senden. Immerzu. Sei es mit snapchat oder whatsapp oder den ganzen anderen „Diensten“, die junge Leute heutzutage benutzen. Und wer es nicht tut, ist unsichtbar fuer die Peergroup.

Aber ich kennen niemanden, der wirklich so viel relevante Information haette um diesen staendigen Fluss zu rechtfertigen.

Mglw. sind „Filter“ wie bspw. bei den klassischen Medien nicht das Schlechteste.

Andererseits … mhm … ich hab auch keine so richtige Løsung fuer dieses Problem und sowieso bin ich ein lebendes Fossil, welches sich nur die gute alte Urzeit erinnert (natuerlich mit den coolen Sachen von heute).

Ich will hiermit ja eigentlich auch nur darauf hinweisen, dass die Zeit mittlerweile gezeigt hat, dass diese liebgewonnene Aussage deutlich kritischer betrachtet werden sollte.

… kann man gut beim Programmieren.

Wenn ich fertig bin mit einem Projekt, dann schaue ich mir alles nochmal an und kommentiere den Code.
Das hørt sich jetzt total vorbildlich an, aber ich muss mir selbst Motivationsnachrichten schreiben:

# Comment the program. Really! Please do this. I know it takes time,
# but it is good style and you know that you’ll regret it if you don’t do
# it! And you even did it for [insert long and tedious project here]!
# And most of it is just a short description of what the functions do, anyway.

Denn wenn etwas fertig ist, dann hab ich meist nicht so richtig Lust, mich mit dem Code noch viel laenger zu beschaeftigen, da alles Interessante ja schon fertig ist.

Bisher habe ich es aber dann doch immer gemacht. Bin ich doch auch immer stolz auf Projekte, die sich ueber mehrere Monate hingezogen haben.

Die Kommentare sind vor allem allgemeiner Natur, was eine Funktion, Klasse oder Methode macht.

„Programmiertricks“ hingegen kommentiere ich ueblicherweise schon wenn ich diese schreibe, ansonsten vergesse ich naemlich, was ich da mache.
Aber ab und zu vergesse ich das, oder es scheint mir total sinnvoll und nicht kommentierwuerdig zur Zeit des Schreibens des Codes.
Meist stimmt das auch, aber manchmal nicht. Und das fuehrt dann zu lustigen Kommentaren wie diesem hier:

# To be honest, while writing this comment I could not totally
# see through the algorithm here. I remember that it took me quite a
# while to figure that one out and it works. But don’t ask me
# any longer what I’m doing here.

Ebenso versuche ich Funktionen, Methoden und Klassen immer selbsterklaerende Namen zu geben, auch wenn die dann mal laenger werden.
Meistens klappt das. Manchmal aber nicht und das fuehrt dann auch zu lustigen Kommentaren:

# I don’t know why I gave this method such a name. It probably made
# total sense when I programmed it.

Tihihi … die Freuden des Programmiererlebens.

and Other Misunderstandings of Privacy. So der Titel eines Artikels der meiner Meinung nach in allen Hackerspaces dieser Welt ausliegen sollte.

Der Artikel legt dar, warum es nicht hilft zu fragen, ob die Leute gern ueber ihre sexuellen Vorlieben oder psychischen Krankheiten reden oder ob man mal einfach so Zeug auf deren Telefon installieren kann. Sicherheit der Gesellschaft sticht IMMER eher „kleine“ individuelle Freiheiten in seriøsen Diskussionen aus.

Der Artikel spannt den rechtlichen und gesellschaftlichen Hintergrund dieses Themas auf. Es wird gezeigt, warum bereits die Frage „Wenn du nichts zu verbergen hast, wovor hast du dann Angst?“ falsch (und gefaehrlich) ist. Die Delegitimierung der zugrundeliegende Frage dieses ganzen Themenkomplexes, der die Hacker regelmaeszig (mehr oder minder erfolgreich) auf die Barrikaden bringt, war fuer mich eine vøllig andere, und erleuchtende, Herangehensweise and diese Sache(n).

Solange die Gesellschaft es nicht verstanden hat, dass bereits der Anfang all dieser Streitereien falsch ist, wird das auch nicht aufhøren mit den Einschraenkungen unserer Freiheit.

Dies gilt insb. auch fuer die Hacker, die diese Frage persønlich nehmen und auf diesem Niveau dann auch bei der Diskussion verharren. Also Leute wie mich.

Aus der Komplexitaet der Betrachtungen folgt uebrigens warum ich keine Zitate anbringe. Ich musste dem kompletten Netzwerk an Argumenten hellwach folgen um das auch nur ansatzweise zu verstehen. Bruchstuecke helfen da nicht.

… (von wegen Rapture Verdict und so … tihihi), aber was er schreibt geht prinzipiell in die richtige Richtung und ich finde es wichtig, es hier (mal wieder) anzusprechen.

Ich sag immer nur „keine Arbeit, keine Arbeit“ (als Gegensatz zu diesen armen Kerlchen hier), aber konkrete Zahlen sind erschreckender:

There are already more than 101 million working age Americans that are not employed and 20 percent of the families in the entire country do not have a single member that has a job.

Noch erschreckender ist allerdings die Frage:

[w]hat happens when robots are able to do just about everything less expensively and more efficiently than humans can?

Da habe ich zwar eine Antwort drauf, doch der Rest der Gesellschaft findet die Scheisze. Aber …

[…] this is not something that is coming at some point in “the future”. This is already happening.

Und deswegen hacke ich immer noch auf diesem Thema herum, denn …

[…] you can’t outlaw robots.  And you can’t force companies to hire human workers.

Und …

[o]ur planet is changing at a pace that is almost inconceivable.

Andererseits unterliegen ja Leute wie ich gerne dem Trugschluss, dass wir nie und nimmer „wegdigitalisiert“ werden, denn das was wir machen sind Berufe, die eine besondere Ausbildung benøtigen.

Nun ja, die Roboter bewegen sich auch auf Leute wie ich einer bin zu:

Johnson & Johnson proposes to replace anesthesiologists during simple procedures […] not with nurse practitioners, but with machines. Sedasys, which dispenses propofol and monitors a patient automatically, was recently approved for use […]. Johnson & Johnson will lease the machines to doctor’s offices for $150 per procedure […] well below the $600 to $2,000 that anesthesiologists usually charge.

47 Prozent aller Arbeitsplaetze in den USA weisen eine hohe Wahrscheinlichkeit auf, in den naechsten 20 Jahren automatisiert zu werden.

That is crazy.

Und ich denke nicht, dass das in Europa anders sein wird. Die Tabelle am Ende der verlinkten Studie ist uebrigens sehr interessant. Aus verschiedensten Gruenden.

Jedenfalls stellt sich die Frage nach unseren Kindern:

[w]hat will the middle class do as their jobs are taken away?

Und egal wie Erschreckend das drueber Nachdenken auch ist …

[t]he world that we live in is becoming a radically different place than the one that we grew up in.

The robots are coming, and they are going to take millions of our jobs.

Und deswegen gehe ich immer und immer wieder darauf ein. Unsere Gesellschaft kommt um diesen Transformationsprozess nicht drum herum. Und wir sollten das lieber frueher als spaeter anfangen zu diskutieren!

Neulich stolperte ich ueber „The Tragedy of the Risk-Perception Commons: Culture Conflict, Rationality Conflict, and Climate Change„. Als ich den las, erinnerte ich mich permanent an diese Forderung:

Kinder_zu_Wissenschaftlern_1

Besagte Forderung kann durchaus unter dem Aspekt einer wissenschaftliche These gesehen werden, denn ist diese doch prinzipiell falsifizierbar. Nur hatte ich keine Idee, wie man ein Experiment durchfuehren kønnte. Bis ich auf den oben verlinkten Artikel stiesz.

Dort wird am Beispiel der Kontroverse bzgl. des Klimawandels untersucht, inwieweit Bildung da weiterhilft.

Und gleich der erste Satz schwingt so schøn resonant mit dem (linken) Dogma, dass mehr (offene) Fakten irgendwie schon helfen wuerden:

Controversy over climate change is commonly attributed to a deficit in public comprehension of scientific information.

Oder anders:

[…] because members of the public do not know what scientists know, or think the way scientists think, they predictably fail to take climate change as seriously as perfectly rational risk-evaluators would.

Mhm … wer haelt hier eigentlich wen fuer „perfectly rational risk-evaluators“?

Wieauchimmer, ein Resultat der Studie ist, dass

[…] scientific examination does not bear out the premise that deficiencies in science education or defects in individual reasoning explain conflict over climate change.

Die Kontroverse bezueglich des Klimawandels ist im Wesentlichen durch drei Modelle erklaerbar.

Zunaechst haetten wir da die …

[…] “scientific illiteracy” theory […]

Etwas genauer betrachtet sagt diese aus, dass …

[…] skepticism about climate change can be traced to poor public comprehension of science. Lacking a solid foundation in the basics of science and the scientific method, a substantial proportion of the public cannot understand evidence of the reality, the causes, and the unfolding consequences of climate change and is readily deceived by misrepresentations relating to that evidence

Dies ist ja im Wesentlichen das ganz oben Wiedergegebene. Und genau hier stoppt dieser Ansatz dann auch. Was an sich schon interessant ist. Techniker versuchen all zu oft gesellschaftliche Probleme mit technischen Ansaetzen zu løsen. Mehr Bildung ist ein technischer Ansatz. Technikern (nicht immer) der soziale Blick … oder auch der kuenstlerische Blick … oder auch der Faulheitsblick … oder auch usw. usf. Das schlieszt mich ein und Bildung hilft dagegen. Aber mehr so kollaterale Bildung, als zielgerichtete.

Wieauchimmer, als naechstes wuerde die …

[…] “bounded rationality” theory […]

… die Kontroverse erklaeren.

The model posits two discrete forms of information-processing: “System 1,” which consists in rapid visceral judgments that manifest themselves in a collection of decision-making “heuristics”; and “System 2,” which involves conscious reflection and calculation—modes of reasoning that are slower but more accurate than the heuristical ones associated with System 1 […].

Ganz wichtig, mit Blick auf das ganze Problem und mit Blick auf mich selbst, ist diese Erkenntnis:

[m]ost members of the public […] employ System 1 reasoning most of the time.

Das ist so wichtig, weil Wissenschaft hierbei ueberhaupt nicht helfen kann, Wissenschaft wirkt nicht am „Stammtisch“ (um das gleiche Beispiel wie bereits hier zu nehmen.)

Als Letztes waere da dann noch die …

[…] “cultural cognition” theory.

Diese sagt aus, dass …

[…] individuals can be expected to form perceptions of risk that reflect and reinforce values that they share with others.

Auf lange Sicht kønnte hier der technische Ansatz „Mehr Bildung!“ mglw. helfen … denn irgendwann sind „die Anderen“ ausgestorben … und natuerlich nur, wenn diese Løsung flaechendeckend (also weltweit) durchgesetzt wird. Wenn ich da aber so drueber nachdenke, dann scheint mir das doch eher anfaellig fuer Missbrauch zu sein … mhm … technische Løsungen haben irgendwie noch nie nicht-technische Probleme geløst, sondern høchstens bei deren Løsung geholfen … aber das ist ein anderes Thema.

Jedenfalls kønnen wir all dies in einem vierten Modell zusammenfassen und sagen, dass …

[…] a substantial fraction of the population is seen as lacking both the basic knowledge and the psychological capacity necessary to reliably interpret scientific evidence.

Dieses Modell heiszt dann …

[…] „public irrationality thesis“ […]

… oder kurz: PIT.

Das erste Modell …

[…] posits that the average person underestimates the seriousness of climate change because he or she is not sufficiently knowledgeable about science. If that explanation is true, concern over climate change should be positively correlated with science literacy

Dummerweise ist dies falsifiziert worden, denn …

[a] respondents’ science literacy scores increased, their concern with climate change decreased.

Shit!

Im Wesentlichen bedeutet dies, dass je duemmer ein Mensch ist, desto eher ist er auf „unserer“ Seite, also der Seite der Wissenschaftler. Um also die Welt zu retten, sollten wir das genaue Gegenteil machen: wir sollten die Leute also NICHT bilden.

Aber auch das zweite Modell hat eine falsifizierbare Aussage.

Zum einen sagt dieses Modell aus, dass Menschen die eher einen …

[…] “hierarchical, individualistic” worldview[…]

haben, …

[…] can be expected to be skeptical of claims of environmental and technological risks. Such people, […] intuitively perceive that widespread acceptance of such claims would license restrictions on commerce and industry, forms of behavior that Hierarchical Individualists value.

Dies ist so, denn diese Weltsicht …

[…] ties authority to conspicuous social rankings and eschews collective interference with the decisions made by individuals possessed of such authority.

Dem gegenueber stehen Menschen mit einem

[…] “egalitarian, communitarian” worldview—one that favors less regimented forms of social organization and greater collective attention to securing individual needs […].

Mhm … mich selbst zu dieser Gruppe zaehlend halte ich diese Aussage fuer debattierbar, aber ich denke, dass es als eine „Gruppeneigenschaft“ durchaus passt. Jedenfalls solche Personen …

[…] tend to be morally suspicious of commerce and industry, which they see as the source of unjust disparities in wealth and power. They therefore find it congenial, the theory posits, to see those forms of behavior as dangerous and thus worthy of restriction. […] we should expect Egalitarian Communitarians to be more concerned than Hierarchical Individualists with climate change risks […].

Beide Male ist es also (mal wieder) eine Frage der Macht, auch fuer Menschen mit hoher Bildung.

Und tatsaechlich:

[…] cultural values had a bigger effect on perception of climate-change risks than did differences in their degrees of […] science literacy […]

Das ist durchaus im Einklang mit PIT, denn dort gibt es eine positive Rueckkopplung:

[…] science literacy, […] and cultural cognition are viewed as reinforcing one another: People who understand science and who engage in the System 2 reasoning style characteristic of scientists are expected to converge on the best available scientific evidence of climate change (and other) risks; people who lack such understanding and who lack such powers of reason must rely on their “gut” […]

Unter PIT wuerde gelten, dass …

[…] as science literacy […] increase[s], the skepticism over climate change associated with a hierarchical, individualistic worldview should lessen and the gap between people with hierarchical individualistic worldviews and those with egalitarian communitarian ones should diminish.

Allerdings …

[…] this prediction, too, was unsupported by the data.

Und viel schlimmer:

[…] cultural polarization actually gets bigger, not smaller, as science literacy […] increase[s].

Wenn wir den Menschen also eine generelle wissenschaftliche Ausbildung angedeihen lassen, dann festigt sich deren Weltsicht und sie werden weniger offen fuer Argumente.

The motivation to fit information to identity-defining beliefs shapes all manner of cognition […].

Oder etwas konkreter:

As ordinary members of the public learn more about science and develop a greater facility with numerical information, they become more skillful in seeking out and making sense of—or if necessary explaining away—empirical evidence relating to their groups’ positions on climate change and other issues. Their reward is even greater convergence between what they believe about how the world works and what they desire to be true.

Dies waere das komplette Gegenteil von dem, was urspruenglich mit diesem speziellen Bildungsprogramm angedacht war, denn:

[…] individuals of opposing cultural outlooks who are the most scientifically literate and most numerate will be the ones least likely to see things eye to eye—and will likely pull those who understandably look to them for guidance on complex matters into states of intense disagreement as well.

FUCK! DAS kønnen wir nun wahrlich nicht zulassen, sobaldes nicht unsere eigene Gruppe betrifft. Deswegen fordere ich hier: weniger Bildung fuer alle!

Nun ja, all dies gilt nicht zwangslaeufig fuer Individuen. Es handelt sich hierbei vielmehr um eine Art kollektive Rationalitaet.

[…] the “public irrationality thesis” […] implies that members of the public are divided about climate change science because they have limited scientific knowledge and limited capacity to reason about evidence in a scientific manner. Our data, however, show that as individuals become more science literate and more proficient in the mode of reasoning featured in scientific inquiry, they don’t reliably form beliefs more in line with scientific consensus. Instead, they form beliefs that are even more reliably correlated with those of the particular cultural group to which they belong.

Andererseits, …

[i]t doesn’t follow, however, that public opinion on climate change is “rational”.

Vielmehr ist …

[…] evaluating the rationality of public opinion […] a more complex exercise than PIT envisions.

Oder anders: eine rein technische Løsung, ob mehr oder weniger Bildung, waere (wie so oft) zu simpel:

[r]esolving controversies over climate change and like risk issues requires dispelling this tragedy of the risk-perception commons […]. A strategy that focuses only on improving transmission of sound scientific information, it should be clear, is highly unlikely to achieve this objective.

Selbstverstaendlich halte ich die eingehende Forderung prinzipiell fuer sinnvoll, unter dem Aspekt, dass ich mir einfach nicht vorstellen kann, dass eine Erziehung zum selbststaendigen Denken schaedlich waere (fuer das Individuum oder die Gesellschaft). Und genau deswegen ist es so wichtig, diese Forderung auf mich selbst zurueck zu reflektieren:

[…] if the typical member of the public concluded that the scientific accuracy of her own perception of climate change risks was either a necessary or a sufficient condition for abatement of those risks, that belief would itself be evidence of irrationality […].

Tjaaaaaaa … mhm … … …

Abschlieszend noch die folgende (ich denke sehr wichtige) Nebenbemerkung.

Ist die Løsung also ein Kønig? Oder wahlweise ein „Rat der Weisen“? Vorzugsweise mit mir selbst als Mitglied.

Das war ein Gedanke, der mir des Oefteren kam, als ich die Studie las.

Gluecklicherweise ist es historisch leicht zu zeigen, dass dies im Allgemeinen eine sehr schlechte Løsung des Problems waere. Aber auch dies ist ein vøllig anderes Thema.

Nur fuer Personen die sich wirklich und wahrhaftig fuer das Zugrundeliegende hinter dem Aufhaenger meiner Science-Reihe interessieren: „Postnormal Science and the maturing of the structural contradictions of modern European science“ von J.R. Ravetz in Futures, Volume 43, Issue 2, Maerz 2011, Seiten 142–148.

Ich wuerde gerne aus dem Artikel zitieren. Aber das ist dort so auf den Punkt gebracht und relevant, dass ich das in Gaenze zitieren muesste. Also den kompletten Artikel. Und das waere ja albern.

Schon erstaunlich, wie man ich immer wieder irgendwie doch zu diesem Thema zurueckkomme, welches ich eigentlich fuer, hier auf meinem Weblog, abgeschlossen hielt.

diablo_multiplayer

Das ist Diablo (I) im (lokalen) Multiplayermodus unter Linux. .oO(Tihihi … ein Screen(s)shot.)

Jippie!

Hørt sich vielleicht nicht so beeindruckend an, ist es aber.

Los ging es damit, dass ich mit dem jungen Mann der bei mir wohnt relativ oft Diablo III auf der Playstation zocke.

Dies ist aber (wie der Titel vermuten laeszt) der dritte Teil der Geschichte und weil ich selber nie Diablo I gespielt hatte, nur ein bisschen Diablo II, dachte ich mir, dass das eigentlich ein gutes Vater-Sohn Projekt waere, die ganze Geschichte komplett vom Anfang gemeinsam zu erleben. Teil I und III habe ich zwar (zum Glueck) nur auf Englisch, aber das bekommt er schon hin :).

Die Herausforderung dabei: Teil I und II muessen im Multiplayermodus unter GNU/Linux laufen.

Da Diablo II bereits installiert war (der junge Mann der bei mir wohnt wollte sich das schon vor einer Weile mal anschauen) dachte ich zunaechst bzgl. Diablo I: .oO(Och, so ein altes Spiel, das geht bestimmt reibungslos mittlerweile.) … Tja! Falsch gedacht!

Diablo I nutzt naemlich einen Bug im alten (wie alt eigtl.?) windows aus um das Startmenue darzustellen. Einer der Gruende, warum es selbst in neueren windowsversionen nicht so einfach zu Spielen ist. … Dies ist uebrigens nur eine der Sachen die ich im Laufe meines Diablo-I-unter-Linux-zum-Laufen-zu-bringen-Abenteuers in Erfahrung brachte.

Dank PlayOnLinux hatte ich das Spiel zwar sehr schnell und bequem installiert, konnte es aber nicht zocken, weil das Startmenue (in dem unter anderem die Avatare erstellt werden) nicht angezeigt wurde.

Nach laengerer Suche fand ich eine Løsung. Echt toll und beeindruckend, was andere Leute so machen, damit ich zocken kann :). (Siehe auch hier schonmal.)

Tjaaaaa … nun konnte ich alleine spielen, aber das war ja nicht das Ziel meines Abenteuers.

Natuerlich (?) ging ein LAN-Spiel nicht einfach so. Zwar durch gezielte Suche, aber ein bisschen zufaellig stolperte ich ueber eine Seite, die mir ganz am Anfang des Prozesses viel Arbeit erspart haette. Dort stand dann auch, was ich machen muss, damit ich das Spiel zusammen mit dem jungen Mann der bei mir wohnt, zocken kann.

Und wie man sieht, funktioniert es tatsaechlich.

Ich musste zwar durch so einige Ringe springen, aber das hat Spasz gemacht, weil ich mit jedem Schritt meinem Ziel ein bisschen naeher kam.
Diese kleinen „Saftstationen“ auf dem Weg zum Gipfel sind total motivierend.
Und nicht zu vergessen: es bereitet mir grosze Freude Dinge in Erfahrung zu bringen.

Dieses Projekt dauerte vom ersten Gedanken bis hierher ca. 8 Wochen. Dies aber, weil ich nur sporadisch daran gearbeitet habe. Hatte oft einfach keine Lust mich damit zu beschaeftigen. Alle Such-, Lese-, Problemversteh- und Versuchsstunden zusammen genommen sind nicht mehr als … mhm … vielleicht 6-8 Stunden. Immerhin aber noch irgendwie ein ganzer Tag „Frickelei“ und lernen. Und dies schon wieder nur, weil ich zocken will.

Auch wenn ich noch Abstuerze und mehr Aerger befuerchte, so kann ich doch nun aber endlich sagen: das gemeinsame Abenteuer von Sohn und Vater møge beginnen! :)

Eigentlich wollte ich ja nicht ueber „Trigger Warnings“ und so schreiben.

Aber dann las ich diese gute Argumentation, warum (zumindest) „Trigger Warnings“ mglw. eine ziemlich gute Idee sind.

Da ich dem nichts weiter hinzufuegen kann, ueberlasse ich es meinem Publikum dies selbst zu lesen.

Ist auch gar nicht so lang der Text.

Und gut argumentiert wird da auch :) .