Als ich taeglich Comics las, war das der „heilige Gral“ im DC (Comicleser und -sammler) Universum:

Das ist (leider) nur das (Trade) Paperback und (leider) nur auf dtsch., denn an die Originale bin ich Mitte / Ende der 90’er Jahre nicht rangekommen. Und auch in den fruehen 00’ern war es ’n kleiner Krampf diese Ausgabe in meinen Besitz zu bringen.
Das lag natuerlich daran, dass es nicht genuegend Superheldencomicleser in Dtschl. gab die sich das haetten leisten kønnen. Der grøszte Teil auf den das zutrifft hat sich obige Ausgabe 1997 geholt, als sie rauskam … um dann daran festzuhalten. 1997 habe ich aber gerade erst angefangen Comics zu lesen, 50 Mark hatte ich nicht einfach so mal uebrig und weil’s in meiner Gegend sowieso keinen Comicshop gab haette ich’s im Buchhandel bestellen muessen … da wusste ich aber noch nicht, dass man das machen kann … und als ich’s wusste, waren 50 Mark immer noch sehr viel Geld.

Als ich dann drei Jahre spaeter genug Geld hatte war’s ausverkauft und Carlsen Comics wusste genau, dass Leute die sich das schon besorgt hatten, sich das nicht ein zweites Mal in den Schrank stellen werden. Es gab aber noch nicht genuegend Menschen meiner Art, sodass sich eine neue Auflage nicht gelohnt haette. Und andere Comicverlage konnten sich nicht dran versuchen, denn die hatten ja nicht die Rechte dafuer.
Als sich der Comicmarkt in Dtschl. 2005 umkrempelte gab’s dann eine Neuauflage bei Panini … da hatte ich’s dann aber auch schon.

Ansonsten ist’s eins der relativ wenigen Comics die ich habe, die nicht mittelmaeszig sind. Das liegt natuerlich auch am Format, dass den Qualitaetssprung erleichtert (aber mitnichten garantiert).
Zum Einen ist ’ne Geschichte die ohnehin nicht wirklich innerhalb der regulaeren Kontinuitaet der Monatshefte gehørte, denn es wird eine alternative Zukunft des DC Universums praesentiert, in dem auch die Helden von ihren monatlichen Pendants abweichen. Zum Anderen war’s von vornherein als abgeschlossene Miniserie geplant, was einen ganz anderen Rahmen schafft.
Und dann ist da natuerlich der Autor und (ich sag jetzt mal ganz grob) Zeichner Alex Ross. Das Cover ist fuer seinen Stil typisch und waehrend er mir sonst vor allem als Coverzeichner (durchaus passend bei besagtem Stil) unterkommt, so ist hier das ganze Material so.
Der zweite Autor, Mark Waid hat ebenso betraechtlich zur Groszartigkeit beigetragen … aber als er etliche Jahre spaeter eine Fortsetzung ohne Alex Ross schuf, war die dann doch leider nur mittelmaeszig … schade drum.

Lange Rede kurzer Sinn: Kingdom Come lohnt sich zu lesen!

Ach so … weil’s vllt. doch etwas zu obskur ist schmeisz ich mal ’n Zusatzbrocken hin, um die (Wortspiel-) Verbindung zwischen dem Titel des Comics und dem „heiligen Gral“ zu machen: Matthew 6:10.

Leave a Reply