Es war obligatorisch das Lyed YJ-I d9-0 System zu besuchen. Ist es doch das System mit der kleinsten x-Koordinate und somit das am weitesten suedliche System der Galaxis. Es wird auch als „Amundsen’s Star“ bezeichnet.

Hier stiesz ich auf diese … øhm … „Dinger“ …

… die ich noch nie zuvor gesehen hatte. Ich wurde beinahe von einem getøtet … naja … vielmehr tøtete ich mich beinahe selber, weil ich zu schnell flog und nicht rechtzeitig abbremsen konnte. Da war ich mal wieder froh, dass ich auf etwas Sprungreichweit verzichtet und eine Schild eingebaut habe … und dass ich das auch angeschaltet hatte.

Bei den „Viechern“ handelt es sich um Viride Gyre Trees und hier wimmelt es nur so von denen:

Ansonsten nutzte ich die Gelgenheit um (nach etlichen Wochen) die schuetzende Huelle meiner treuen Kassiopeia mal wieder zu verlassen, mir die Fuesze zu vertreten (im uebetragenen Sinne) und die die Aussicht zu genieszen:

Danach machte ich wieder auf den Weg und erreichte ein paar Tage spaeter Livingstone Point (oder Hypuae Euq SY-S d3-0 wie die offizielle Bezeichnung dieses Systems ist). Hierbei handelt es sich um das System, welches am weitesten im Sueden liegt entlang der x-Achse des galaktischen Koordinatensystems — der suedliche Meridian sozusagen. Auch hier konnte ich mir die Fuesze vertreten und die Aussicht genieszen:

Auch ansonsten habe ich einen guten „Fang“ gemacht. Ich entdeckte naemlich Ammoniakwelten #136, #137, #138, #139 (bei der es sich um einen Ammoniakmond handelt), ELW #94 und im selben System Ammoniakwelt #140, und im weiteren die Ammoniakwelten #141 (mit Ringen, auch wenn man das im Bild nicht so gut sieht), #142 und #143:

… ausgetraeumt :( … Aber der Reihe nach.

Vor ’ner Weile liesz ich mich darueber aus, warum es nicht unbedingt das erwuenschte Resultat gibt, wenn man alle Kinder zu Wissenschaftlern erzieht.

Wie steht’s denn aber damit, wenn man mit den Leuten redet? Wenn man versucht die Leute aus ihren Informationsblasen herauszuholen indem man Ihnen andere Meinungen zeigt?
Genau das haben C. A. Bail et al. gemacht und die Resultate werden in PNAS 115 (37), p. 9216–9221 (2018) vorgestellt in einem Artikel mit dem Titel „Exposure to opposing views on social media can increase political polarization„.

*Seufz* … der Titel verraet schon worauf ich hinaus will.

Wieauchimmer, die Autoren der Studie haben das mal auf dieser „neuen revolutionaeren Kommunikationsfplattform, die unsere Welt ganz bestimmt total viel besser machen wird“ probiert:

We […] recruit[ed] self-identified Republicans and Democrats who visit Twitter at least three times each week.

Dann sollten einige von denen einem Twitter Bot folgen, welcher fuer einen Monat pro Tag 24 Nachrichten aus dem jeweils anderen politischen „Lager“ verbreitete. Natuerlich wurden diese Leute

[…] not informed of the content of the messages the bots would retweet.

Soweit so gut. Das Resultat war nun

[…] our study indicates that attempts to introduce people to a broad range of opposing political views […] might be not only be ineffective but counterproductive […]

Oder anders: je mehr, zu deren Weltanschauung entgegengesetzte, Informationen die Teilnehmer bekommen haben, desto gefestigter wurde deren Weltbild. Schlimmer noch, die „Festigung“ ist derart zu interpretieren, dass sie „radikaler“ wurden.

Besonders schlimm fuer Leute wie mich ist, dass dieser Effekt staerker ist, wenn

[…] such interventions are initiated by liberals.

Und deswegen der Titel dieses Beitrags. Denn da geht ein weiterer Traum der „Linken“ und „Hacker“ dahin. Dass man den Menschen nur Zugang zu Information verschaffen muss und dann wird das schon. Wird es auch … nur halt schlimmer.

Wobei die grosze Kritik natuerlich ist, dass nur Kurzzeitfolgen auf diese Art und Weise untersucht werden kønnen. Langfristig wirken mglw. andere Mechanismen und diese Møglichkeit gibt mir Hoffnung.

Vor ein paar Tagen hatte ich endlich das System am Ende der Galaxis — Hypau Aec IO-Z d13-0 (Arm’s End) — erreicht. Dort genosz ich die Abwesenheit anderer Sterne, die Abwesenheit anderer Piloten und die Abwesenheit des ueblichen Bubble-Dramas … das reine Nichts:

Wie man sehen kann habe ich sogar Kassiopeia ausgeschaltet um so viel wie møglich vom Nichts in mich aufzunehmen.

Nun ist aber die Form dieses galaktischen Arms … nun ja, ich sage mal: uneindeutig (das Bild ist ein Ausschnitt der Karte vom ganz vorzueglichen, galaxisweiten Service edastro … BEVOR ich mich auf den Rueckweg machte):

Dieser galaktische Arm hat einen „Appendix“ der ein Stueck „zurueck“ geht. Das letzte System dort hat die Bezeichnung Phooe Aed LM-W d1-0 und kønnte ebenso als „das Ende von Outer Arm Vacuus“ bezeichnet werden. Wird’s aber nicht und das hat bestimmt was mit den fruehen Tagen der intergalaktischen Forschungsreisen zu tun (als die Sprungreichweiten noch sehr limitiert waren).
Weil ich nun schonmal in der Naehe war flog ich da auch hin:

Um ehrlich zu sein … ich flog dort zuerst hin.

Wieauchimmer, die Spitze dieses Arms ist vermutlich die am schwersten zu erreichende und eine de am schwierigsten durchzunavigierenden Regionen der Galaxis. Dennoch gibt es fast keine unentdeckten Systeme mehr. Das kann ich aus eigener Erfahrung sagen. Es ist somit eine der am gruendlichsten erforschten Regionen in der Milchstrasze … was natuerlich auch damit zusammenhaengt, dass die Sternendichte hier so gering ist.
Dies machte es sehr schwer der Sternenkarte dieser Region meinen „Stempel aufzudruecken“. Ich kønnte natuerlich die Planeten in bereits entdeckten Systemen scannen aber das sieht man ja nicht auf der Karte.
Wie man in dem obigen Bild sieht, gibt es aber gluecklicherweise noch ein paar „Løcher“, wenn man sich der „Wand“ zur Bereich høherer Sternendichte naehert. Weisze (oder vielmehr schwarze) unerforschte Bereiche „voll“ mit unentdeckten System … nun aber sind’s ein paar weniger unentdeckte Systeme …

… wie man auf dem Bild des Ausschnitts der Karte sieht welches ich NACH dem Verlassen dieser Region machte.

Nun geht’s auf nach Sueden … GANZ nach Sueden … soweit nach Sueden, dass man von dort nicht weiter suedlich reisen kann.

Bevor ich mich daran machte die grosze Leere zum Outer Arm Vacuus zu ueberqueren besuchte ich das Hypi Aim WA-E c12-2-System.

Man kønnte sagen dass ich hier im Zuge der Operation YELLOW ORB bin, denn dieses System beherbergt die grøszte Anzahl an Sternen der K-Klasse. Hier sind die zwei Schwestern am Ankunftspunkt:

Leider habe ich nicht mehr Familienmitglieder ins Bild bekommen. Aber aufgrund der Sensordaten konnte ich eine Ubersichtskarte erstellen:

Auf die Seite gelegt sieht’s aus wie’n Mobile :).

Ansonsten entdeckte ich noch Ammoniakwelt #134, ELW #93 und Ammoniakwelt #135 (mit Ringen!) …

… und befinde ich jetzt auf dem Weg zum Ende der Galaxis.

Das Kernstueck, ja das Herz, des Triptychons, das alles zusammenhaelt und erst die Grøsze und Wichtigkeit aller drei erkennen laeszt ist Hannah Arendts, Elemente und Urspruenge totaler Herrschaft!

Soweit wie ich mich zurueck erinnern kann, dass ich (un)bewusst danach strebte, zu verstehen was es bedeutet ein Mensch zu sein, war mir bekannt, dass es dieses Buch Meisterwerk diesen Olymp des menschlichen Intellekts gibt.
Und all die Jahre fuehlte ich intuitiv, dass ich es auch mal lesen _muss_ (!), wenn ich in meinem Streben signifikant voran kommen will. Nur kam ich nie dazu es mal zu bestellen (ob in der Biblithek oder im Buchladen). Das lag natuerlich auch daran, dass ich andere „schwere Kost“ konsumierte und ganz allgemein das Leben dazwischen kam … und ich oft genug auch einfach mal nur in „leicht verdaulichen“ Welten entspannen wollte/will (vulgo: andere Buecher, Filme oder Videospiele).

Im Sommer waren wir dann aber im Sueden unterwegs und ohne dass es geplant war, kamen wir bei Fjærland vorbei, einem Buecherdorf. Ehemalige Staelle und Scheunen sind dort zu (teils riesigen) Antiquariaten umgebaut worden. Und da es ohnehin unser „Ruhetag“ war schauten wir uns das mal an.
Zu meiner Ueberraschung gab es im ersten Antiquariat das ich betrat einen Raum mit dtsch. Buechern. Nichts Spektakulaeres erwartend sah ich dort dann pløtzlich dies …

… und dachte dann: Nein! Das geht doch gar nicht! Hier? Einfach so? … Doch! Das ist tatsaechlich genau das Buch das ich schon seit so vielen Jahren lesen wollte! … Oh! Das ist ja unglaublich! Das kauf ich mir!

Man kønnte meinen, dass man gerade ueber solche Buecher nicht einfach so stolpert. Aber bei Archipel Gulag (und etlichen anderen Buechern) war’s ja auch so.

Noch am selben Tag begann ich zu lesen … und trotzdem die dort behandelten Themen sehr komplex sind, sowohl inhaltlich als auch sprachlich, war es fuer mich ganz schwer dieses Buch wieder aus der Hand zu legen!
Ueberhaupt scheint die Qualitaet des geschriebenen Wortes der Sprache ein Erkennungszeichen der wirklich wichtigen Werke der Menschheitsgeschichte zu sein (siehe auch hier). Wie schon beim Kapital musste ich viele Saetze und Abschnitte mehr als einmal lesen.
Die Informationsdichte des Textes ist extrem hoch. Das ist etwas, was ich sehr schaetze, auch wenn es bedeutet, dass ich nur langsam lesen kann. Hinzu kommt, dass viele (ich wuerde sagen, gar die allermeisten) der dort be- und angesprochenen Dinge, mir auf diese Art und unter dieser Betrachtungsweise noch nie praesentiert wurden. Zur bereits erwaehnten mentalen „Arbeit“ kam deswegen hinzu, dass mein Geist beim Lesen die ganze Zeit mit neuen Ideen konfrontiert war und versuchte diese in das bereits vorhandene Informationsnetzwerk (eigentlich so ziemlich alles, aber siehe insb. Triptychon I und II) zu integrieren.

Und genau dies fuehrte dazu, dass fuer mich das Lesen dieses Buches einer Offenbarung glich.

Ich kann gar nicht aufzaehlen, wie oft ich innehalten musste, weil mein Geist verbluefft war ueber die Klarheit, mit der diese ganz fantastische Frau (beinahe) im „vorbei gehen“ Fragen beantwortete, die mir seit mehreren Jahrzehnten auf dem Herzen lagen.
Aber der Platz zur Begruendung dieser Aussage ist nicht hier, sondern im letzten Beitrag in dieser Reihe.

Und dann sind da auch noch die langen, verwobenen Saetze. An so etwas habe ich ja immer eine grosze intellektuelle Freude (siehe auch Lem). Selbst wenn dies bedeutet, dass ich die mehrfach lesen muss, um die Information auseinander zu klamuesern

Alles in allem, wurde ich beim Lesen immer wieder „aufgehalten“. Und dennoch ist dieses Buch ein „pageturner“ … nur nicht im ueblichen Sinne, sondern eher, dass man total gespannt ist, was denn die naechste Seite an neuen Erkentnissen und geistiger Freude bringen wird.

In kurz analysiert Hannah Arendt in diesem

[…] Standardwerke der Totalitarismusforschung

…, wie es zur grøszten Katastrophe der Menschheitsgeschichte kommen konnte — der industriellen Ausrottung von Menschen, in Ost und West (!), und dies trotz aller anderen sonst die Weltgeschichte bestimmenden Strøme (vulgo: Kapitalismus) die solcherartigen Geschehnisse im Allgemeinen (nicht im Besonderen!) entgegen stehen.
Aber mehr schreibe ich dazu nicht, denn der obige Link zu Wikipedia fasst das besser zusammen, auch wenn besagte Zusammenfassung mitnichten dem Buch gerecht wird und ganz sicher kein Ersatz fuer’s selber Lesen ist.

Zum Abschluss møchte ich darauf hinweisen, dass trotz meiner obigen Schwaermereien die Themen dieses Buches (beinahe buchstaeblich) grabesschwer sind. Dies liegt nicht zuletzt an der aktuellen Relevanz. Sind doch die selben Mechanismen immer noch (und mitnichten (!) schon wieder) am Wirken. Immer wieder sasz ich beim Lasen da und kam nicht umhin die Parallelen zu heutigen Akteuren im politischen Proszess zu sehen. Dennoch liesz mich das Buch an keiner Stelle verzweifeln. Denn gleichzeitig sieht man auch, inwieweit die Zivilgesellschaft heutzutage ANDERS ist, als damals. Das bedeutet nicht, das alles knorke ist, aber mglw., dass es nicht wieder zu einer solchen Katastrophe kommen muss.

Wir sind nicht dazu verdammt, die Geschichte zu wiederholen! Das Wissen um Selbige ist dabei ausschlaggebend. Und dieses Buch ist mglw. der beste Startpunkt um sich der wichtigsten Dinge bewusst zu werden — insbesondere der uns innewohnenden Menschlichkeit und wie gewisse Akteure versuchen diese auszuløschen um uns zu Komplizen zu machen.

Deswegen: LESEN!

… und die meiste Zeit habe ich nur gelbe Orbs besucht. Aber ein nicht selbst leuchtender, nett anzuschauender Rekordhalter war auch darunter — Hypoae Aip ZL-C d13-10 A 1 a:

Der rechte der beiden Planeten im Bild ist es; die Water world mit der geringsten Gravitation von nur 0.2506646704436404 g … das ist so klein, die Bewohner dieser Welt schweben bestimmt … *tihihihi … ueber meinen eigenen lahmen Witz lachend*.

Ich befinde mich uebrigens fast an der Kante der (nahezu) sternenlosen Leere, welche ich ueberbruecken muss um vom Perseus Arm zum Outer Arm Vacuus zu kommen. Das wird spannend denn dieser spezielle Abschnitt erfordert sehr viel manuelles Kurs suchen und wird entsprechend lange dauern. Als ich es das letzte Mal versuchte (bei meiner Umrundung der Galaxis) gab ich nach 2 Tagen auf und nahm lieber den laengeren Weg auszen (oder vielmehr innen) rum in Kauf. Aber diesmal bin ich besser vorbereitet :)

Ansonsten entdeckte ich auch noch Ammoniakwelt # 130, ELW # 91, Ammoniakwelten # 131, # 132 (mit Ringen), ELW # 92 und Ammoniakwelt # 133:

So, genug mit anderen Menschen interagiert fuer ’ne Weile. Es zieht mich wieder raus in die Leere.

Bevor es los geht setzte ich mich aber nochmal in einen meiner Flitzer — Kalypso — und besuchte Tira Flirble, die Earth-like world mit der høchsten Gravitation von 2.555339847940963 g:

Ich meine natuerlich das kugelførmige Objekt und nicht den „genauso groszen“ Coriolis Starport.

Ziel meiner jetzigen Expedition ist uebrigens das Ende des Outer Arm Vacuus … da wo die die roten Punkte rechts unten auf der hier gezeigten Karte sind. Auf dem Weg dorthin werde ich (wie immer) die Rekorde die auf dem Weg liegen „abgrasen“. Und natuerlich werde ich mit Operation YELLOW ORB weitermachen.

Aber genug der Rede, nun geht’s los.

Den gibt’s naemlich in Echt:

Fotograf: Bernard Dupont, Lizenz: CC BY-SA 2.0, Quelle: Wikimedia Commons

Ich brauche (mal wieder) ein paar Materialien um mein Raumschiff weiter zu verbessern. Die Empfehlung anderer Piloten war: „Kauf das blosz nicht im Laden! Inaktive, im Weltraum treibende, verlassene Schiffe haben manchmal genau das was du suchst.“

Also schaute ich mal nach inaktiven, im Weltraum treibenden, verlassenen Schiffen. Und … naja … Truemmerfelder vergangener Kaempfe zaehlen auch dazu.

Hier suche ich zwischen den Resten eines zerschossenen Schiffes:

Und hier war der Kampf noch gar nicht so lange her:

Und das ist dann auch das gefaehrliche bei dieser Aktivitaet. Manchmal sind solche Schauplaetze die „Køder“ fuer Piraten. Deswegen mache ich mich immer schnell aus dem Staub, wenn aktive Signale auf meinem Radar auftauchen.

Ich besuchte mehrere Planeten, weil ich noch mehr Materialien fuer Verbesserungen meiner Schiffe brauchte. Auf einem dieser Planeten waren ein paar geologisch interessante Schlote in der Naehe und ich machte eine Pause mit Lagerfeuerstimmung :)

Solch unerwartete Momente, weit ab jedweder Zivilisation, sind es, weswegen ich die langen Reisen immer wieder auf mich nehme :) .