Unaufmerksame Leser und Leserinnen dachten wohl, dass ich mit dieser Miniserie laengst fertig war.

Aufmerksame Lerserinnen und Leser erkannten aber sicherlich, dass im, schon eine Weile zurueck liegenden, zuletzt verøffentlichten Teil ueberhaupt nicht steht, dass es nun ein Ende hat.

Denn erst dieser Artikel hier schlieszt alles ab.

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Nein, nein! Ich will damit nicht ausdruecken, dass alles fuer’s Klo war.

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Zufaelligerweise habe ich auch die Bilder aus diesem Museum und fand die Idee passend, die Kategorie „Toiletten“ mit besagter Miniserie zu verbinden.

Dummerweise hatte ich eine andere, etwas laenger dauernde, Miniserie bereits angefangen. Da wollte ich nicht dazwischen murksen.

Und zum Schluss mein Dank an den kleinen Mann. Ohne die etlichen Diskussionen ueber Spiele und dem Drumherum (und noch viel mehr), welche wir in den letzten Jahren fuehrten, haette ich all die hier dargelegten, doch recht detaillierten Gedanken dazu, und was all das fuer mich bedeutet, bestimmt nicht entwickelt :) .

Eine derart schøne Farbkomposition und Fliesen …

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… sind ein ganz geeigneter Abschluss der „Unbekannte Toiletten“-Miniserie.

Dass es mit der Nummer 23 abschlieszt ist natuerlich extrafein :) .

So hørte und hørt man es immer wieder insbesondere auch von Hackern.

Tja … nun haben wir den Salat. Was ich so vom „Internet da drauszen“ mitbekomme ist nicht viel, aber ich habe den Eindruck, dass nun alle senden. Immerzu. Sei es mit snapchat oder whatsapp oder den ganzen anderen „Diensten“, die junge Leute heutzutage benutzen. Und wer es nicht tut, ist unsichtbar fuer die Peergroup.

Aber ich kennen niemanden, der wirklich so viel relevante Information haette um diesen staendigen Fluss zu rechtfertigen.

Mglw. sind „Filter“ wie bspw. bei den klassischen Medien nicht das Schlechteste.

Andererseits … mhm … ich hab auch keine so richtige Løsung fuer dieses Problem und sowieso bin ich ein lebendes Fossil, welches sich nur die gute alte Urzeit erinnert (natuerlich mit den coolen Sachen von heute).

Ich will hiermit ja eigentlich auch nur darauf hinweisen, dass die Zeit mittlerweile gezeigt hat, dass diese liebgewonnene Aussage deutlich kritischer betrachtet werden sollte.

Vor einer Weile habe ich nun alle Scrubs Episoden gesehen. Und was muss ich sagen … oehm … aehm … ich weisz jetzt wo einige popkulturelle Referenzen herkommen. Aber eigentlich ist das eine Serie, die das Gehirn eher unangetastet laeszt. Ganz im Gegensatz zu House. Viel schlimmer noch! Diese Serie wiederholt (und somit bestaerkt) unreflektiert eine Vielzahl eingefahrener Dogmen, die Grundlage fuer viel Ungerechtigkeit sind.

Das Herausstechendste ist dabei der Character der Elliot Reid.

Oberflaechlich betrachtet scheint sie eine emanzipierte Frau zu sein, schlieszlich ist sie Aerztin.

Aber wirklich staendig und immerzu unterwirft sie sich antifeministischen Rollenvorstellungen!
Insb. wird dies darin deutlich, wie sie mit ihrer Sexualitaet umgeht (pseudo-emanzipiert, aber eigentlich eher darauf achtend, was die Leute von ihr halten kønnten) oder wenn sie auf der „Jagd nach der Traumhochzeit“ ist. Aber es gibt noch viel mehr derartige Dinge, die sie in ein Abhaengigkeitsverhaeltnis von „klassischen“ (a.k.a. die Wuerde des Menschen auf’s Grøbste verletzende) Frauenbildern stellen.
Alles Ausbrechen des Characters aus diesem Verhalten wirkt unecht und sowieso unfertig, da mit der naechsten Episode schon laengst wieder erledigt.

Und deswegen finde ich, dass Elliot Reid einer der langweiligsten fiktiven Charaktere ist, die mir in meinem bisherigen Leben untergekommen sind.

Ganz im Gegensatz dazu Elaine Benes. Ich finde das ganz fantastisch, dass der junge Mann, der bei mir wohnt und diese Serie mitschaut, eine solch tolle, emanzipierte Frau, dargestellt in ganz natuerlicher, ungezwungener Weise erlebt.

Elaine ist sexuell und sozial unabhaengig von Maennern oder was diese von ihr halten. Das fetzt! Das macht ihren Character interessant.

Tja … und warum schreibe ich das?

Nun ja, ueber die Jahre hørte ich aus verschiedensten Ecken „Scrubs ist soooooo toll“.
Ich finde es bedenklich, dass Oberflaechlichkeit (ein hervorstechendes Merkmal dieser Serie) so gut bei scheinbar (mglw. anscheinend?) intelligenten Leuten ankommt.

Und deswegen zur Erinnerung:

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Seinfeld wollte ich uebrigens seit bald zwei Jahrzehnten aus ganz eigenem Antrieb sehen.

Solche Nicht-Plastik-Sitztoilettensitze mag ich viel lieber, als die leider viel zu weit verbreiteten weiszen Plastikdinger.

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In die Kategorie „Ready-made“ passt es natuerlich trotzdem.

… kann man gut beim Programmieren.

Wenn ich fertig bin mit einem Projekt, dann schaue ich mir alles nochmal an und kommentiere den Code.
Das hørt sich jetzt total vorbildlich an, aber ich muss mir selbst Motivationsnachrichten schreiben:

# Comment the program. Really! Please do this. I know it takes time,
# but it is good style and you know that you’ll regret it if you don’t do
# it! And you even did it for [insert long and tedious project here]!
# And most of it is just a short description of what the functions do, anyway.

Denn wenn etwas fertig ist, dann hab ich meist nicht so richtig Lust, mich mit dem Code noch viel laenger zu beschaeftigen, da alles Interessante ja schon fertig ist.

Bisher habe ich es aber dann doch immer gemacht. Bin ich doch auch immer stolz auf Projekte, die sich ueber mehrere Monate hingezogen haben.

Die Kommentare sind vor allem allgemeiner Natur, was eine Funktion, Klasse oder Methode macht.

„Programmiertricks“ hingegen kommentiere ich ueblicherweise schon wenn ich diese schreibe, ansonsten vergesse ich naemlich, was ich da mache.
Aber ab und zu vergesse ich das, oder es scheint mir total sinnvoll und nicht kommentierwuerdig zur Zeit des Schreibens des Codes.
Meist stimmt das auch, aber manchmal nicht. Und das fuehrt dann zu lustigen Kommentaren wie diesem hier:

# To be honest, while writing this comment I could not totally
# see through the algorithm here. I remember that it took me quite a
# while to figure that one out and it works. But don’t ask me
# any longer what I’m doing here.

Ebenso versuche ich Funktionen, Methoden und Klassen immer selbsterklaerende Namen zu geben, auch wenn die dann mal laenger werden.
Meistens klappt das. Manchmal aber nicht und das fuehrt dann auch zu lustigen Kommentaren:

# I don’t know why I gave this method such a name. It probably made
# total sense when I programmed it.

Tihihi … die Freuden des Programmiererlebens.

and Other Misunderstandings of Privacy. So der Titel eines Artikels der meiner Meinung nach in allen Hackerspaces dieser Welt ausliegen sollte.

Der Artikel legt dar, warum es nicht hilft zu fragen, ob die Leute gern ueber ihre sexuellen Vorlieben oder psychischen Krankheiten reden oder ob man mal einfach so Zeug auf deren Telefon installieren kann. Sicherheit der Gesellschaft sticht IMMER eher „kleine“ individuelle Freiheiten in seriøsen Diskussionen aus.

Der Artikel spannt den rechtlichen und gesellschaftlichen Hintergrund dieses Themas auf. Es wird gezeigt, warum bereits die Frage „Wenn du nichts zu verbergen hast, wovor hast du dann Angst?“ falsch (und gefaehrlich) ist. Die Delegitimierung der zugrundeliegende Frage dieses ganzen Themenkomplexes, der die Hacker regelmaeszig (mehr oder minder erfolgreich) auf die Barrikaden bringt, war fuer mich eine vøllig andere, und erleuchtende, Herangehensweise and diese Sache(n).

Solange die Gesellschaft es nicht verstanden hat, dass bereits der Anfang all dieser Streitereien falsch ist, wird das auch nicht aufhøren mit den Einschraenkungen unserer Freiheit.

Dies gilt insb. auch fuer die Hacker, die diese Frage persønlich nehmen und auf diesem Niveau dann auch bei der Diskussion verharren. Also Leute wie mich.

Aus der Komplexitaet der Betrachtungen folgt uebrigens warum ich keine Zitate anbringe. Ich musste dem kompletten Netzwerk an Argumenten hellwach folgen um das auch nur ansatzweise zu verstehen. Bruchstuecke helfen da nicht.

… (von wegen Rapture Verdict und so … tihihi), aber was er schreibt geht prinzipiell in die richtige Richtung und ich finde es wichtig, es hier (mal wieder) anzusprechen.

Ich sag immer nur „keine Arbeit, keine Arbeit“ (als Gegensatz zu diesen armen Kerlchen hier), aber konkrete Zahlen sind erschreckender:

There are already more than 101 million working age Americans that are not employed and 20 percent of the families in the entire country do not have a single member that has a job.

Noch erschreckender ist allerdings die Frage:

[w]hat happens when robots are able to do just about everything less expensively and more efficiently than humans can?

Da habe ich zwar eine Antwort drauf, doch der Rest der Gesellschaft findet die Scheisze. Aber …

[…] this is not something that is coming at some point in “the future”. This is already happening.

Und deswegen hacke ich immer noch auf diesem Thema herum, denn …

[…] you can’t outlaw robots.  And you can’t force companies to hire human workers.

Und …

[o]ur planet is changing at a pace that is almost inconceivable.

Andererseits unterliegen ja Leute wie ich gerne dem Trugschluss, dass wir nie und nimmer „wegdigitalisiert“ werden, denn das was wir machen sind Berufe, die eine besondere Ausbildung benøtigen.

Nun ja, die Roboter bewegen sich auch auf Leute wie ich einer bin zu:

Johnson & Johnson proposes to replace anesthesiologists during simple procedures […] not with nurse practitioners, but with machines. Sedasys, which dispenses propofol and monitors a patient automatically, was recently approved for use […]. Johnson & Johnson will lease the machines to doctor’s offices for $150 per procedure […] well below the $600 to $2,000 that anesthesiologists usually charge.

47 Prozent aller Arbeitsplaetze in den USA weisen eine hohe Wahrscheinlichkeit auf, in den naechsten 20 Jahren automatisiert zu werden.

That is crazy.

Und ich denke nicht, dass das in Europa anders sein wird. Die Tabelle am Ende der verlinkten Studie ist uebrigens sehr interessant. Aus verschiedensten Gruenden.

Jedenfalls stellt sich die Frage nach unseren Kindern:

[w]hat will the middle class do as their jobs are taken away?

Und egal wie Erschreckend das drueber Nachdenken auch ist …

[t]he world that we live in is becoming a radically different place than the one that we grew up in.

The robots are coming, and they are going to take millions of our jobs.

Und deswegen gehe ich immer und immer wieder darauf ein. Unsere Gesellschaft kommt um diesen Transformationsprozess nicht drum herum. Und wir sollten das lieber frueher als spaeter anfangen zu diskutieren!

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Da mir zu diesem Bild partout nichts einfallen will, lasse ich es fuer sich selbst sprechen *silly*.

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DAS ist mal eine feine Beachtung der (lokalen) Symmetrie:

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