{"id":12159,"date":"2022-10-23T13:37:01","date_gmt":"2022-10-23T11:37:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.soeren-in-norwegen.net\/blog\/?p=12159"},"modified":"2022-09-07T16:24:40","modified_gmt":"2022-09-07T14:24:40","slug":"kevin-bacon-xxix-wiederentdeckung-falscher-muster","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.soeren-in-norwegen.net\/blog\/2022\/10\/kevin-bacon-xxix-wiederentdeckung-falscher-muster\/","title":{"rendered":"Kevin Bacon \u2013 XXIX \u2013 Wiederentdeckung falscher (?) Muster"},"content":{"rendered":"<p>Das wird ein etwas merkwuerdiger Artikel, denn ich werde etwas bereits Bekanntes und Verworfenes nochmals aufgreifen, um dies dann schon wieder zu verwerfen. Aber der Reihe nach.<\/p>\n<p>Alles fing damit an, dass ich <a href=\"http:\/\/www.soeren-in-norwegen.net\/blog\/?p=12101\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">beim letzten Mal erwaehnte<\/a>, dass ich nochmal auf etwas zurueck kommen werde. Dies fuehrte dazu, dass ich mir mal das Verhaeltnis der totalen Links zu den Selbstreferenzen (pro Linklevel) anschaute. Das Ergebnis ist die rote Kurve in diesem Diagramm:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.soeren-in-norwegen.net\/blog\/wp-content\/uploads\/76_ratio_total_to_self_references.png\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter wp-image-12167 size-full\" src=\"http:\/\/www.soeren-in-norwegen.net\/blog\/wp-content\/uploads\/76_ratio_total_to_self_references.png\" alt=\"\" width=\"659\" height=\"456\" \/><\/a><\/p>\n<p>Eine aehnliche &#8222;Operation&#8220; fuehrte ich bereits <a href=\"http:\/\/www.soeren-in-norwegen.net\/blog\/?p=12073\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">beim vorletzten Mal<\/a> fuer die neuen Links aus und das dortige Resultat packte ich hier nochmals als graue Kurve dazu. Man beachte, dass jeweils _nur_ die linke Ordinate fuer die rote und _nur_ die rechte Ordinate fuer die graue Kurve gelten. Die horizontalen Linien sind die Mittelwerte der (beim vorletzten Mal erkannten, diskutierten und wieder verworfenen) &#8222;Abschnitte&#8220; der grauen Kurve.<\/p>\n<p>Auf den ersten, fluechtigen Blick scheint man in beiden Faellen ungefaehr die gleiche Anzahl an totalen Links (pro Linklevel und relativ zur gemessenen Gr\u00f8sze) zu haben \u2026 ja 40 ist ungefaehr 100. Das ist natuerlich Quatsch, denn das Resultat beim letzten Mal war ja bereits, dass man im Durchschnitt (deutlich) weniger als 10 Selbstreferenzen pro Linklevel hat. Des Raetsels L\u00f8sung liegt in der Skalierung der linken Ordinate. Da steht &#8222;Millionen&#8220; in Klammern. Die Zahlen auf der linken Seite muessen also alle mit eine Million multipliziert werden.<\/p>\n<p>Wie beim letzten Mal vermutet, sieht man am Anfang der roten Kurve (bis LL<sub>5<\/sub>), dass die Anzahl der totalen Links viel schneller zunimmt, als die Anzahl der Selbstreferenzen. Somit ist die dortige Erklaerung fuer das relativ breite Maximum der zugrundeliegenden Verteilung als plausibel anzusehen.<\/p>\n<p>Zu meiner Ueberraschung kann man ab ca. LL<sub>22<\/sub> durchaus einen konstanten Wert fuer das Verhaeltnis dieser beiden Gr\u00f8szen annehmen. Ich haette erwartet, dass das stetig abnimmt. Es gibt keinen Grund, warum eine Seite bspw. 60 Linklevel nach dem Ursprung noch besagten Ursprung zitieren sollte.<br \/>\nAndererseits sind wir hier in einem Bereich, wo die Anzahl der Selbstreferenzen sowieso nur ein paar hundert und darunter (zum Ende hin eine ganze Gr\u00f8szenordnung darunter) liegt. Bei immer noch ueber 10 Milliarden totalen Links (ueber alle Linknetzwerke aller Seiten). Das ist also so &#8217;ne Art &#8222;Grundzustand&#8220; bzw. erklaerte ich bereits beim letzten Mal, wie das ausfuehrlich besprochene Artefakt zu einem &#8222;Grundbeitrag an Selbstreferenzen&#8220; zum Ende hin fuehrt.<\/p>\n<p>Wenn ich aber diesen &#8222;Grundzustand&#8220; als richtig annehme, dann sehe ich in der roten Kurve einen Bereich von LL<sub>5<\/sub> bis LL<sub>9<\/sub>, der definitiv darueber liegt. Dieser Bereich faellt mit dem ersten Abschnitt der grauen Kurve zusammen. Danach befinde ich mich zwar im Bereich des &#8222;Zappelns um den Grundwert&#8220;, aber bis ungefaehr LL<sub>22<\/sub> zappelt das nur wenig und es scheint vielmehr stetig nach unten zu gehen; als ob da ein Mechanismus ueber den zufaelligen Schwankungen liegt.<\/p>\n<p>Um Letzteres zu veranschaulichen, denke man sich <del>eine Ente<\/del>, <del>einen Elefanten<\/del>, einen Tyrannosaurus welcher im Zickzack ueber einen Fluss ohne Str\u00f8mung schwimmt \u2026 auch wenn ein Flusz ohne Str\u00f8mung mglw. kein Fluss mehr ist:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.soeren-in-norwegen.net\/blog\/wp-content\/uploads\/77_1_Zappeln_um_Mittelwert.png\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter wp-image-12168 size-full\" src=\"http:\/\/www.soeren-in-norwegen.net\/blog\/wp-content\/uploads\/77_1_Zappeln_um_Mittelwert.png\" alt=\"\" width=\"663\" height=\"310\" \/><\/a><\/p>\n<p>In diesem (hier idealisierten) Fall benutzt der Tyrannosaurus gleich viel Kraft um abwechselnd nach links und dann wieder nach rechts zu schwimmen. Das ist das Ruhesystem der K\u00f8nigsechse. Im hier gedachten Fall faellt dieses zusammen mit dem Ruhesystem des Flussufers und eine derartige Bewegung bedeutet, dass die Position des Tyrannosaurus um die graue, gestrichelte Linie schwankt.<br \/>\nIm obigen Diagramm entspricht das im Wesentlichen der Situation ab ca. LL<sub>25<\/sub>.<br \/>\nEs sei zu erwaehnen, dass sich der Echsenk\u00f8nig in seinem eigenen Ruhesystem natuerlich ueberhaupt nicht bewegt. Deswegen zog ich den Kraftaufwand (beim Schwimmen in eine bestimmte Richtung) dazu, um zu zeigen, dass dennoch etwas passiert in Tyrannosaurusruhesystem \u2026 tihihi \u2026 es wuerde mich nicht wundern, wenn ich der erste Mensch bin, der dieses Wort geschrieben hat.<\/p>\n<p>Es sei auch zu erwaehnen, dass ich die Vorwaertsbewegung hier nicht weiter betrachte, denn diese nehme ich als unveraendert auch fuer den naechsten Fall an, in dem eine Str\u00f8mung dazu kommt:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.soeren-in-norwegen.net\/blog\/wp-content\/uploads\/77_2_Zappeln_um_Mittelwert_mit_Stroemung.png\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter wp-image-12169 size-full\" src=\"http:\/\/www.soeren-in-norwegen.net\/blog\/wp-content\/uploads\/77_2_Zappeln_um_Mittelwert_mit_Stroemung.png\" alt=\"\" width=\"663\" height=\"310\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der K\u00f8nig der Echsen benutzt immer noch gleich viel Kraft um nach links bzw. nach rechts zu schwimmen. Somit bleibt in diesem Ruhesystem alles gleich. Vom Flussufer aus gesehen ist die Situation v\u00f8llig anders. Bewegungen nach links sind deutlich staerker und Bewegungen nach rechts schwaecher. Letztere gleichen Erstere im Mittel nicht mehr aus und es findet somit eine Bewegung nach links statt. Diese kommt aber NICHT durch den Kraftaufwand des Tyrannosaurus zustande sondern durch den &#8222;darunter&#8220; liegenden Mechanismus der Str\u00f8mung.<\/p>\n<p>Ich weisz nicht, was dies fuer ein Mechanismus sein k\u00f8nnte, der die Werte zwischen LL<sub>9<\/sub> und LL<sub>22<\/sub> im obigen Diagramm &#8222;nach unten treibt&#8220;. So wie weder Echsenk\u00f8nig noch Flussufer eine konzeptuelle Vorstellung von der Str\u00f8mung haben muessen und die Bewegung nach links trotzdem passiert.<br \/>\nDieser Bereich zwischen LL<sub>9<\/sub> und LL<sub>22<\/sub> faellt nun aber erstaunlich gut mit dem zweiten Abschnitt der grauen Kurve zusammen. Der &#8222;Ueberlapp&#8220; ist nicht perfekt. Dies k\u00f8nnte daran liegen, dass ich die Grenzen des besagten zweiten Abschnitts beim ersten Mal falsch einschaetzte. Weil das in beiden Faellen zu einem &#8222;Grundzustand&#8220; hingeht um den nur noch alles zappelt, habe ich nicht viel mit dem ich arbeiten kann, eben weil die Werte doch recht stark um besagten &#8222;Grundzustand&#8220; zappeln.<\/p>\n<p>Andererseits sind auch in diesem Fall die &#8222;Messwerte&#8220; im &#8222;Str\u00f8mungsbereich&#8220; nicht all zu verschieden vom Grundzustandsmittelwert. Es ist somit auch hier wieder mindestens genauso plausibel, dass da ueberhaupt nix ist und ich Muster erkenne, die es gar nicht gibt.<br \/>\nDeswegen verwerfe ich auch in diesem Fall die &#8222;Beobachtung&#8220; von individuellen Abschnitten bzw. Bereichen in den Meszgr\u00f8szen, die durch unterschiedliche Mechanismen zustande kommen (k\u00f8nnten). Ich kann das aus den vorhandenen Daten einfach nicht klar genug &#8222;herausschaelen&#8220;.<\/p>\n<p>Ich erwaehnte die Bereiche\/Abschnitte aber nochmals so detailliert, weil diese trotz zwei methodisch unterschiedlicher &#8222;Messungen&#8220; (scheinbar) zu erkennen sind. Unterschiedliche &#8222;Messungen&#8220; deswegen, weil neue Links und Selbstreferenzen nix miteinander zu tun haben sollten. (Mit dem Unterschied natuerlich, dass die jeweilige (totale) Anzahl dieser Messgr\u00f8szen mit der Anzahl aller Links auf einem Linklevel (mehr oder weniger) korrelliert.)<br \/>\nWenn aber etwas bei zwei unterschiedlichen Untersuchungen auftritt, dann ist da ja vielleicht doch was dran. Ich denke weiterhin nicht, dass dem so ist. Meine Sicherheit diesbezueglich ist aber etwas verringert durch diese Resultate. Und so ist das ja oft in der Wissenschaft \u2026 manchmal &#8222;jagt man Gespenster&#8220; und manchmal stellen &#8222;Geister&#8220; sich als echt heraus und pl\u00f8tzlich lernt man was urst Cooles. Ich behalte das also im Hinterkopf.<\/p>\n<p>Aber wie schon beim vorletzten Mal gesagt: sollte ich nix weiter in diese Richtung finden, dann erwaehne ich das still und heimlich einfach nicht mehr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das wird ein etwas merkwuerdiger Artikel, denn ich werde etwas bereits Bekanntes und Verworfenes nochmals aufgreifen, um dies dann schon wieder zu verwerfen. Aber der Reihe nach. Alles fing damit an, dass ich beim letzten Mal erwaehnte, dass ich nochmal auf etwas zurueck kommen werde. 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